"Am Hintersten Berg" & Doverner Bruch, Scherresbruch & Harberger Wald



Donnerstag,
27.04.2023

Kilometer
17,1

Höhenmeter
38

Bewertung: 4.6 Sterne
5 Stimmen

Das Hasenglöckchen blüht, und wie jedes Jahr lässt es das Naturschutzgebiet "Am Hintersten Berg" bei Hückelhoven-Baal zu einem regelrechten Hotspot werden. Selbst an diesem Donnerstagmorgen, als die Sonne kurz nach 6 Uhr aufging und damit prompt für perfekte Lichtverhältnisse sorgte, wurde das kleine Wäldchen bereits von zahlreichen Fotografen belagert.

Über diesen Hype hinaus, der sich stets von Mitte April bis Mitte Mai auf diesem kleinen Flurstück abzuspielen scheint, hat aber auch dessen Umgebung einiges an landschaftlicher Attraktivität zu bieten. Für den Beweis braucht man sich nur auf die Spuren meiner heutigen, etwa 17 Kilometer langen Runde zu begeben.

Verlässt man also den (wie er auch genannt wird) "Wald der blauen Blumen", führen von seiner westlichen Seite aus schöne Feld- und Waldwege bald in das nächste, nicht weniger sehenswerte Naturschutzgebiet: Dem "Doverner Bruch". Es wird von vielen alten Bäumen und Bruchholz geprägt und beherbergt dazu einen kleinen idyllischen Weiher, der vom Doverener Bach durchflossen wird.

Zwischen Waldsaum und derzeit großen Rapsfeldern geht es anschließend auf das Dorf Hetzerath zu. Nachdem es durchquert ist, bleibt man zunächst auf einem Wirtschaftsweg, der durch die überwiegend von weiten Feldern und Wiesen dominierte Landschaft führt.

Südlich von Granterath verliert sich der dortige Waldpfad vorübergehend etwas im Unterholz. Es dauert aber nicht lange, bis man mit etwas Spürsinn auf den nächsten, wieder deutlich sichtbaren Weg zurückfindet.

In Ermangelung eines anderen Bahnübergangs folgt nun, da auf die andere Gleisseite gewechselt werden muss, ein kleiner Umweg über das Dorf Tenholt. Auf diesem Abschnitt hat man es meist mit asphaltierten, aber zum Ende hin auch unbefestigten Wirtschaftswegen zu tun.

Schließlich kündigt ein Schild das Naturschutzgebiet "Scherresbruch und Harberger Wald" an (andernorts auch als "Haberger Busch" bezeichnet). Kaum aber, dass ich über einen kleinen Pfad hineingefunden hatte, umgab mich eine traum- und sagenhafte Urwald-Szenerie. Jeder, der unwegsame Pfade liebt und Spaß am Überklettern zahlreicher umgestürzter und teils riesiger Bäume hat, wird hier die Erfüllung seiner Träume finden.

An kleinen und von Wasservögeln zahlreich bevölkerten Teichen vorbei, gelang man schließlich wieder auf einen befestigten Weg. Hier gibt es dann auch wieder einen Wegweiser zurück nach Baal, das man im Gegensatz zur vielbefahrenen Hauptstraße auch auf einer deutlich ruhigeren Wohnstraße durchqueren kann.

Start- und Zielpunkt: P&R-Platz Bahnstraße, 41836 Hückelhoven.

 

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